Am Freitag, 22. Mai war OB Kandidat Gert Hager im Gasthaus Bären und erläuterte sein Wahlprogramm. Wohin soll sich Pforzheim in den nächsten acht Jahren entwickeln und was wären die Schwerpunkte eines Oberbürgermeisters Gert Hager.
Bei angenehmer Atmosphäre ging Gert Hager sehr intensiv auf die Bereiche Wirtschaft und Arbeitsplätze ein. Die Wirtschaft soll florieren und genügend Arbeitsplätze bieten, Pforzheim soll als attraktive Stadt wahrgenommen werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Wirtschaftsförderung neu aufgestellt werden muss. Alle müssen an einen Tisch und an einem Strang ziehen – IHK, Handwerkskammer, Verbände und Freie Berufe. Chancen für eine zukunftsorientierte Wirtschaft in Pforzheim sieht Gert Hager vor allem in der Feinwerk- und Anlagentechnik, Mikrosysteme, der Nanotechnologie und der Kreativwirtschaft. Größere Aufmerksamkeit soll aber auch dem Einzelhandel in der Innenstadt geschenkt werden. Auch die traditionelle Schmuck- und Uhrenindustrie muss erhalten bleiben. Schmuck ist für Pforzheim ein einzigartiges Merkmal, das herausgehoben werden muss. Pforzheim hat jedoch ein Strukturproblem, das dazu führt, dass bei den gemeldeten Arbeitslosen fast zwei Drittel Langarbeitszeitlose sind.
Ein weiterer Schwerpunkt in den Wahlperspektiven ist die Bildung und die Ausbildung. Das Ganztagesangebot in allen Schularten muss weiter ausgebaut werden. Wir brauchen auch mehr Betreuungsplätze im Kleinkindalter, damit Eltern Beruf und Kinderbetreuung vereinbaren können. Die Ausbildung unserer Jugendlichen muss gewährleistet werden, damit der Start in ein eigenverantwortliches Leben möglich ist. Die Verzahnung zu unserer Hochschule muss weiter ausgebaut werden, damit wir viele Absolventen hier halten können und ihnen Möglichkeiten eröffnen eine Existenzgrundlage aufzubauen.
Das Verkehrsproblem wurde angesprochen. Um hier zu einer befriedigenden Lösung zu kommen, ist die Westtangente mit beiden Abschnitten eine unabdingbare Voraussetzung. Gert Hager will als Oberbürgermeister dieses Projekt voranbringen. Durch die topographische Lage von Pforzheim mit Hügeln, Tälern und Flüssen ist es sehr schwierig ein Netz von Vorbehaltsstraßen (Straßen, die bei den Ampelschaltungen Vorrang haben) einzurichten. Aber auch daran muss gearbeitet werden.
Ein weiterer Punkt, den Gert Hager herausgehoben hat, ist die herausragende Arbeit, die durch ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen gemacht wird. Gerade auf unsere Vereine werden in den kommenden Jahren mit der Einführung der Ganztagesschulen und mit dem demographischen Wandel große soziale Veränderungen zukommen. Deshalb soll im Rathaus für das Ehrenamt eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden.
Die Finanzen der Stadt dürfen natürlich nicht aus den Augen verloren werden. Äußerste Sparsamkeit ist weiterhin erforderlich, dennoch müssen Spielräume, wie z.B . durch Förderung von Stiftungen genutzt werden um unsere Stadt stark und lebendig zu halten. Mit Gert Hager als Oberbürgermeister wird das Geld der Bürger dort angelegt, wo es auch erarbeitet wurde, d.h. in Pforzheim und der Region. Eine klare Absage wurde exotischen Geldanlagen erteilt.
Auf die Frage, wofür setzt sich ein OB Hager für Eutingen ein , wurde der Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Karl-Friedrich-Schule und der Bau der Sporthalle genannt. Eine wohnortnahe Versorgung für unsere Senioren und Familien muss gewährleistet bleiben. Zudem sollen die Ortsverwaltungen durch ein kleines Budget erhalten und gestärkt werden. Zum Abschluss der Veranstaltung wünschten die Eutinger Bürger Gert Hager viel Erfolg bei der Wahl am 7. Juni.
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