Gert Hager Brief vom Montag, 22. Juni
Liebe Pforzheimerinnen,
liebe Pforzheimer!
„Den Überraschungseffekt dieser Stadt wird die äußerst negative Bilanz der Gewerbesteuer von 2009 erbringen.“ Das schreibt der Büchenbronner Unternehmer Herbert Richter in einem Wahlwerbebrief „an die Adressen aller Pforzheimer Bürger“.
Seine schlimme Voraussage wird höchstwahrscheinlich eintreffen. Das ist schlimm für die Handlungsfähigkeit unserer Stadt. Das ist schlimm für uns alle.
Was empfiehlt uns aber der von allen geschätzte, renommierte und engagierte Unternehmer als sein Patentrezept dagegen: Alle Pforzheimer sollen wieder eine Frau als Oberbürgermeisterin wählen! Um eine „Evastochter im höchsten Amt unserer Stadt zu haben.“ Warum? Damit sie „ihre Erfolgsserie für die nächsten 8 Jahre weiterführen darf.“
Ich sage: In einem hat Herbert Richter, ganz sicher recht: Am kommenden Sonntag, also am 28. Juni, entscheiden Frauen und Männer darüber:
- Wollen wir diese „Erfolgsserie“ wirklich fortsetzen oder stemmen wir uns gemeinsam mit frischer Kraft gegen die Krise?
- Wollen wir die ernste Situation in Pforzheim weiter schön reden oder packen wir in der Wirtschaftsförderung, in der Innenstadt, beim Verkehr endlich gemeinsam an?
Ob Mann oder Frau, Sie wissen es, ich weiß es: Wenn Arbeitsplätze und Steuern weg brechen, hilft keine Lobhudelei und kein Süßholzraspeln. Da hilft nur eins: Gemeinsam anpacken, endlich an einem Strang ziehen!
Das hinzukriegen wird meine erste und wichtigste Aufgabe als Pforzheimer Oberbürgermeister sein. Noch 6 Tage bis zur Wahl: Bitte reden Sie offen und frei darüber, so wie es unsere Pforzheimer Art ist, wie es mit unserer Stadt weitergehen soll.
Meine Perspektive kennen Sie. Sie geht davon aus: Pforzheim will mehr. Und ich baue darauf: Pforzheim kann mehr.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Start in die Woche.
Bis morgen an dieser Stelle.
Es grüßt Sie herzlich


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